Vierländer Primel sind PRIMA



Als blühende Vorboten des kommenden Frühlings sind die farbenfrohen Primeln zur Zeit sehr populär. Da ihre hellgelben heimischen Verwandten oft erst zur Faschingszeit (Klima verändert Blühzeiten) blühen, sind sie als Karnevalsprimeln (Primula vulgaris) bekannt. Noch viel zu selten blüht der attraktive Primel-Frühling in unseren Gärten. Unter Sträucher und Bäume gepflanzt, verzaubern sie offen daliegende, sauber gejätete Böden in ein Blütenmeer.

Freude machen die bunten Frühlingsblüher auch den Vierländer Gärtnern. Die Kulturdauer schwankt zwischen 8 und 10 Monaten und ist abhängig von der jeweiligen Art, der Kulturmethode und dem gewünschten Blühtermin. Der größte Teil zur Zeit angebotenen Primeln wird in heizbaren Glas- oder Folienhäusern bei sehr niedrigen Temperaturen Energie freundlich kultiviert.

Im Sommer liebt diese Primel reichlich Schatten und ab September (wenn die ersten Blätter von den Bäumen fallen) gewöhnen sie sich auch langsam ans volle Licht. Primeln schätzen einen feucht-kühlen Standort. Daher ist auf eine regelmäßige Bewässerung zu achten, trotzdem vertragen sie aber keine stauende Nässe. Eine dauerhafte Überwinterung ist nur mit Schutzmaterialien (Fichtenzweige oder dickere Laubschicht) möglich. Dieser natürliche Frostschutz darf erst abgenommen werden, wenn der Boden völlig aufgetaut ist.

Um die Knospen- und Blütenbildung im Frühling zu fördern, sollte ein Kali betonter Volldünger gegeben werden. Stickstoffgaben sind in dieser Zeit unbedingt zu vermeiden, denn sie verhindern eher eine rechtzeitige Knospenanlage. Mit ein wenig Hege und Pflege gelingt es, dass die Primeln gut aussehen. Mitunter faulen oder vergilben besonders die unteren Blätter- und Blütenpartien. Ein sorgfältiges Putzen ist dann unumgänglich. Wer seinen Frühling von vorn herein nicht zu tief und zu eng pflanzt, damit die Luft besser zirkulieren kann, wird mit schönen Blüten belohnt. Augenmerk und Fürsorglichkeit lassen die Valentins-Primeln zu dankbarsten Blühern werden. Es ist möglich, ältere Pflanzen durch Teilung zu vermehren, jedoch wird davon kaum Gebrauch gemacht.

Gartenbotschafter John Langley®