Gartenbotschafter John Langley® Foto: Jürgen Müller (Bargteheide)
Gartenbotschafter John Langley® Foto: Jürgen Müller (Bargteheide)

Philosophen behaupten, unsere Gärten sind deutliche Spiegelbilder der Seele. Individuelle Lebensräume, so verstehen Trendforscher diesen Ort der modernen Entschleunigung. Und genau dazwischen liegen Millionen undefinierter „Grüne Lungen“ in ihrer unerschöpflichen, abwechslungsreichen Facettenvielfalt. Damit sich nicht nur der Homo sapiens zwischen Rosen und Rasen so völlig aufblüht und wohlfühlt, werden diese Paradiese mit wachsendem Interesse natürlicher „belebt“ und vor allem „erlebt“. Verständlich, dass immer mehr Freizeitbotaniker ihr naturbelassenes Paradies in einem lebendigen Lebensraum wandeln, entdecken und deshalb unermüdlich auf der Suche nach kreativen Impulsen und praktikablen Gartentipps sind. Oft mit dem Ziel, einen pflegeleichten Garten zu bekommen. Ja, das klappt Tatsächlichkeit, wer die Mutter Natur mal wachsen lässt, ist grundsätzlich bereit für Veränderung. Es ist im Grunde genommen ein Paradigmenwechsel notwendig, damit ORDNUNG nicht unkontrolliert zur UNORDNUNG wird. Vielmehr basiert diese Entscheidung auf eine persönliche Bereitschaft, sich intensiver mit der Natur zu arrangieren. Obwohl in unserer Gesellschaft (manchmal sind es einige wenige, oft lieben Gartennachbarn) die „organisierte Faulheit“, so hat es der bekannte Bio-Gärtner und Sachbuchautor Karl Plohberger aus Österreich formuliert eine „nicht erstrebenswerte Eigenart“ angesehen wird.


Naturverständnis - Vielfalt - Botschaften - Gärtnern


Schon vor langer Zeit, als vom Insektensterben noch nicht so intensiv wie heute die Rede war - wurde auf dieser knapp 1.500 m² Fläche zunächst einige Obstbäume gepflanzt. Das bereits vorhandene Naturverständnis wuchs auf der Ausgleichfläche "Appelbar" parallel mit der Vielfalt an Fauna & Flora um Erlebnis Räume zu schaffen. Dabei haben wir selber feststellen können, dass bereits einige intensive Minuten in der Natur unseren Stresslevel signifikant senkt.

Nicht nur Gärten, Parks und öffentliches Grün haben in uns durch die anhaltende Corona-Krise ein anderes Bewusstsein, eine deutlichere Wertschätzung und dem Zusammenhang von Naturverständnis entgegengebracht. Wer sich in der Zeit nicht nur in der Ausgangsbeschränkungen, Social Distancing und Selbstisolation mit A B S T A N D mitverantwortlich gezeigt hat und dazu entscheidend beiträgt, für den ist selbst ein kleiner „Streifzug“ ins Grüne etwas ganz Besonderes.

Bereits einige intensive Minuten in der Natur senkt unseren Stresslevel signifikant, wie Umweltwissenschaftler der University of Michigan in einer Studie herausfanden.

Auch unser 'Appelbarg' bietet eine abwechslungsreiche Vielfalt, sich zu entspannen. Dabei ist die Tatsache, dass eigentlich jeder Garten auch ein grüner blühender Ort zur "Therapie" sein kann, nicht neu. Wer seiner gärtnerischen Tätigkeiten ohne den Gedanken an A R B E I T nachgeht, wird bereits dadurch eine gesteigerte innere Bereitschaft zur Produktivität haben. Und da ist noch mehr. Wir bewegen uns nicht nur im Grünen, sondern lüften dabei auch unsere Gedanken und wer abwechslungsreich motiviert gärtnert, sorgt für körperliche Entspannung. Gärtnern "erdet" uns und sorgt dafür, dass wir uns auf hier und jetzt mit der Natur akklimatisieren.