Mai - auf dem 'Appelbarg' -


Mich erinnerten die heutigen Fotos von Petra Schweim spontan an den Schweizer Maler Cuno Peter Amiet (1868-1961). Warum? Weil ich mich spontan an seine gelben „Butterblumenwiese“ erinnert habe. Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum officinale) blühen auch auf dem #appelbarg. Somit ist der klassische Löwenzahn eine besondere Bienenweide bei der Entwicklung der Bienenvölker im Frühjahr.



"Geh' bitte raus in die Natur. Fass' die Erde an, nimm die Wärme und den Duft wahr. Sprich mit den Blumen, umarme den Baum. Freue dich, damit du aufblühst." Euer #Appelbarg Team



"Wildbirne" Pyrus pyraster - Rosengewächse (Rosaceae), Hauptblütezeit: April bis Mai; Fruchtreife/Erntezeit: September/Oktober; Blüten & Blütenfarbe: Blüten zwittrig. Zu 3-9 in Doldentrauben an den Kurztrieben, bis 3 cm groß. Kronenblätter reinweiß, Staubblätter rot. #Appelbarg.



Es blühen inzwischen die Kirschen, Äpfel, Holzbirne und Schlehen auf dem #Appelbarg. Es sind heute um 11:00 Uhr noch 6 °C und da stelle ich mir interessehalber die Frage. Wo sind alle unsere natürlichen Bestäuber? Natürlich ist mir bekannt, dass "unsere" Honigbienen erst ab ca. 10 Grad Außentemperatur aktiv werden. Aber wo sind die anderen Insekten? Ich meine die von den 550 Wildbienenarten, deren Flugbereitschaft schon bei niedrigeren Temperaturen vorhanden ist? Ja, bevor ich darauf hingewiesen werde, Hummeln, die auch zur Gattung der echten Bienen gehören, fliegen schon ab. 2° C Außentemperatur aus. Soll ich jetzt anfangen, per Hand mit einem Federpinselchen alle Obstbäume Blüte für Blüte zu bestäuben? Ich könnte auch mit "Seifen"blasen Pollen zu Blüten transportieren und diese so befruchten können. Oder Drohnen dafür einsetzen? Ich warte lieber und setze auf Biodiversität uns sorge weiterhin für Artenvielfalt.
Fotos: Petra Schweim


Der vermutlich zu erwartende trockene Sommer kann kommen, wir haben auf dem #appelbarg unser Bewässerungs-Management verbessert.



Was lese ich da gerade: "Weinbergschnecken können sehr alt werden. Wahnsinnig. Mehr als 30 Jahre unter Laborbedingungen. Ok, habe verstanden. Und im Garten? "In der Natur werden sie so einen gewaltigen Lebensabschnitt wohl nur selten erreichen." Stimmt!!! Dort liegt die Lebenserwartung zwischen acht bis zwölf Jahren. Das hat doch auch was, wenn man bedenkt, dass Weinbergschnecken sinnbildlich für die "Entdeckung der Langsamkeit" stehen. Und sich entsprechend durch den Garten bewegen oder in diesen Fall sich auf die sommergrüne Arznei-Engelwurz Staude (Wuchshöhen von 1,2 bis 3 Meter), in Richtung Himmel wagen. Was könnte ich daraus heute lernen? "Langsamkeit verringert auch die Geschwindigkeit meiner Gedanken im Kopf." Und gärtnern beginnt bekanntlicherweise dort. Apropos, langsam wird es wieder Zeit, aktiv zu werden und nicht jeder Schnecke hinterherzuschauen. Sinnbildlich versteht sich.
Entdeckt auf dem #appelbarg



Juni - auf dem 'Appelbarg' -


Zu den Lieblingen der Nation zählen sie gerade nicht. Juckende Quaddeln und stechende Schmerzen prägen die Erinnerungen im Umgang mit Brennnessel (Urtica dioica). Das wirkungsvolle Gift ihrer spitzen, schmerzverursachenden Brennhaare hinterlässt sichtbare Spuren. Wer weniger "Berührungsängste" mit den Bedecktsamern hat, wird feststellen, dass sie zu den heilkräftigsten Pflanzen gehört, die uns die Natur bietet. Trotz allem: Wer die "Giftblätter" im Garten entdeckt, reißt diese empfindungslos heraus, verfüttert sie leicht angetrocknet an Pferde oder verfüllt den Kompost damit. Und warum wächst das brennende "Unkraut oder #Spontanbotanik" gerade dort, wo es nicht florieren soll? Der Grund ist eine jahrtausendelange Anpassung in Bezug auf Licht, Boden und Wasser. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich die "Feuerpflanze" zu einem nützlichen Gewächs entwickelt. Mindestens 107 Tierarten, davon 15 Käfer- und 31 Schmetterlingsarten, mögen Brennnesseln. Aus ihnen lassen sich auch natürliche Flüssigextrakte herstellen - ob zur Kräftigung von Nutzpflanzen, als Dünger, zur Bodenverbesserung oder als biologischer Pflanzenschutz (Brennnesselbrühe) bevorzugt gegen Blattläuse. Im Kreislauf der Natur sind Brenneseln ökologisch auch nicht uninteressant. Sie sind nützlich für die Eiablage und die Raupen vieler Schmetterlinge. Wer bunte Schmetterlinge liebt, sollte eine "Ecke" im Garten den Brennnesseln überlassen. Als "Anzeigerpflanze" verweist die Brennnessel auf überdüngte oder stickstoffhaltige Böden. Dann heißt es - weniger düngen und aufpassen, dass kein Oberflächenwasser (Rasendüngung) oder gesammeltes Regenwasser (Dach-Stickoxyde) in den Boden versickert.


Wer frische und getrocknete Pflanzenteile der Großen Brennnessel - Urtica dioica grob zerkleinert und in sauberem Regenwasser ansetzt, kann mit vergorener Pflanzenjauche düngen und Pflanzen stärken. Man nehme (ganz nach Dr. Biolek – den kennt ihr doch noch) 1 kg frisches, oder 200 g getrocknetes Kraut auf 10 Liter Wasser. Zwei Wochen an einen sonnigen Platz stellen und immer wieder umrühren. Bereits nach zwei Tage beginnt der Gärungsprozess (kann man riechen). Eine Handvoll Steinmehl vermindert nicht nur den lästigen Geruch, sondern erhöht den Anteil an notwendigen Spurenelementen. Das Gebräu sollte möglichst im Kunststoffgefäß angesetzt werden. Fertige Brennnesseljauche wird mit der zehnfachen Menge an Wasser verdünnt. (10 Liter Wasser = 1 Liter Jauche). Wer Frühmorgens oder abends bei bedecktem Himmel direkt auf die Wurzeln gießt, vermeidet Sonnenbrand an seinen Pflanzen.

Im Vordergrund steht im Gefäß verpflanzt die "Niedrige Fiederspiere" (Sorbaria sorbifolia 'Sem'), diese Botanik ist fast für alle Standorte, an denen keine andere Pflanze gedeiht, sogar als Unterpflanzung von Bäumen geeignet. Und das besondere, die weißen Blüten erscheinen im Juli und August und stehen in großen Dolden zusammen, sie sind natürlich wertvoll für Insekten und dabei nicht zu vergessen "unseren" Bienen. Etwas "Indian Summer" zeigt sich durch eine rote Herbstfärbung auf dem #appelbarg


Foto: Petra Schweim - Niedrige Fiederspiere - Sorbaria sorbifolia 'Sem'
Foto: Petra Schweim - Niedrige Fiederspiere - Sorbaria sorbifolia 'Sem'

Momente einer Ästhetik - Wer kennt nicht Ernst Haeckel, er war unbestritten einer der bedeutenden Zoologen und Evolutionsbiologen des 19. und frühen 20. Jahrhundert. Egal, wo man fokussiert in die Natur schaut, überall lässt sich eine #Naturästhetik entdecken. Für Ernst Haeckel war Naturanschauung selbst die höchste Form der Naturerkenntnis. Kommt mir bekannt vor. Weil Hannelore "Loki" Schmidt auch mir mit auf dem Lebensweg gab: „Anschauen immer, abpflücken nie.“




Dem Löwenzahn die Wurzel ziehen. Löwenzahn ist besonders im Rasen ein weitverbreitetes festverankerte #Spontanbotanik. Das wird in diesen Wochen wieder einmal deutlich sichtbar. Lange bevor sich der Rasen vom Winterstress erholt hat, erstarken die Blattrosetten des Löwenzahns und treten schon früh als Platz- und Nahrungsräuber auf. Kennzeichen sind die dottergelben Blütenköpfe, die reichlich Samen produzieren, und milchsaftführende Stängel, das ist der Löwenzahn (Taraxacum officinale). Weiteres Merkmal ist die lange Pfahlwurzel, die immer wieder austreibt.
Wer keine Chemie einsetzen möchte, braucht Geduld und Ausdauer. Man muss tief graben, um ihm beizukommen. Löwenzahn lässt sich gern auf nährstoffreichen Böden nieder, leider auch im Zierrasen. Die kräftige Pfahlwurzel verleiht dem Löwenzahn eine schier unbändige Vitalität. Ihr kann auch Trockenheit nichts anhaben, denn die tiefe Wurzel findet praktisch immer genug Wasser. Der „letzte“ Sommer hat dies bereits bewiesen. So mancher sommertrockene aber auch sommernasser Rasen wurde regelrecht zu einer Löwenzahnwiese.
Wer versucht, dem lästigen Löwenzahn mit einem Messer zu Leibe zu rücken, der fördert noch die Verbreitung dieses „Unkrauts“ im Rasen. Aus der abgeschnittenen Pfahlwurzel treiben im Handumdrehen gleich mehrere Pflanzen nach. Wenn schon, dann muss man den Löwenzahn wirklich mit Stumpf und Stiel ausrotten. Die lange Pfahlwurzel muss vollständig entfernt werden. Dazu wäre (wenn überhaupt) der „Unkrautzieher“ (beispielsweise von Gardena) gut geeignet. Mit einem stabilen Trittsteg als Einstechhilfe wird sein innen hohles Rohr genau über der Blattrosette tief in den Boden gedrückt. Er zieht dem Löwenzahn die komplette Wurzel ohne jeden Rest aus dem Erdboden. Nach dem Ausstechen kann oder besser sollte ein gehäufter Teelöffel mit Kalkstickstoff in das Loch gefüllt werden. Die oft verbleibende Wurzelspitze verbrennt. Ohne Chemie: Blüten oder Knospen abscheiden nach kurzer Zeit treibt die Pflanze neu aus, den Vorgang wiederholen und wiederholen, die Pflanze gibt auf - der Mensch hat gewonnen. Die mit Löwenzahn bewachsene Fläche im Februar mit THOMASMEHL düngen. Die Fläche nicht zu stark düngen, der Löwenzahn zeigt oft an, dass zu viel Stickstoff im Boden ist. So wird zwar der Rasen Jahr für Jahr weniger, aber innerhalb von gut zehn Jahren entsteht ein Blumenparadies in Form einer blühenden Wiese. Ein weiter Tipp: Bereits im Herbst Holzasche über die Pflanze streuen.


Alles fängt mal ganz, ganz klein an. Schnell wachsen unsere Kräuter und Gemüse problemlos an. Sie werden größer, üppiger, schöner und schnell zeigt sich, dass unsere grünen gärtnerischen Herzen dazu wesentlich beigetragen haben. Es bringt auch Spaß an Hochbeeten zu gärtnern.





Juli - auf unserem "Appelbarg"