Appelbarg_ spontan im August



Appelbarg – Natur im Wandel der Jahreszeiten erleben


Dieser Appelbarg ist für mich ein Ort, an dem die Natur nicht nur sichtbar, sondern spürbar wird. Es ist, als würde hier ein eigener Herzschlag pulsieren – im Takt der Jahreszeiten, leise und doch kraftvoll.

 

Die Landschaft wirkt vertraut und zugleich immer neu. Alte Obstbäume tragen Erinnerungen in sich; jedes Jahr schenken sie Blüten, Früchte und damit ein Gefühl von Verlässlichkeit. In den Knicks und Hecken regt sich ein verborgenes Leben, das mich daran erinnert, wie viel geschieht, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.

 

Und die umliegenden Wiesen und Felder – sie verändern sich täglich, als wollten sie zeigen, dass Stillstand in der Natur nicht existiert. Der Wechsel der Jahreszeiten offenbart mir eine Wahrheit, die auch für das eigene Leben gilt:

 

Im Frühling ist da Aufbruch, zart und voller Erwartung.
Im Sommer zeigt sich Fülle und Kraft, ein Gefühl des Ankommens.
Im Herbst wandelt sich alles in Reife und Dankbarkeit.
Und im Winter – da liegt die Kraft im Rückzug, im Schweigen, in der Sammlung.

 

Jetzt, im August, spüre ich die Natur auf einem Höhepunkt. Alles wirkt rund, ausgeglichen, vollendet – als hielte das Leben für einen Moment inne, um sich selbst zu betrachten. In dieser Fülle liegt für mich persönlich ein Trost: Sie zeigt mir, dass auch mein eigenes Leben Phasen kennt, in denen alles gleichzeitig reif, schwer und reich erscheint.

 

Appelbarg ist mehr als ein Ort. Für mich ist er Erinnerung an einen besonderen Menschen, der mit unglaublicher Weitsicht und Naturverbundenheit hier entworfen, gepflanzt, und gelebt hat. Diese botanische Vielfalt ist zugleich eine Botschaft: dass ich immer wieder zurückkehren kann, um zu schauen, zu spüren, zu staunen – und mich daran zu erinnern, was wesentlich bleibt. Danke dir. John