Hamburg blüht auf...…..



Blumensaat für "Biene Majas wilde Schwestern"



Damit wir zumindest in unserem Garten oder auf dem Balkon wieder mehr Artenvielfalt haben gibt euch Gartenbotschafter John Langley Tipps für das richtige Aussäen. Ab dem 11. Mai gibt es in den Hamburger Bücherhallen diese Samentütchen, eine weitere Fuhre gibt es im Herbst bei den Sparda-Bank Filialen. Mit den insgesamt 25.000 Samentütchen möchten wir zumindest ein kleines Zeichen für mehr Artenvielfalt setzen. Es handelt sich um zertifiziertes regionales Saatgut.

Bitte sät nur auf euren eigenen Grundstücken, um das tatsächliche Vorkommen in der Natur nicht zu verfälschen! Nähere Infos findet ihr unter https://tagderstadtnaturhamburg.de/Es handelt sich um eine gemeinsame Aktion der Bücherhallen Hamburg, der Sparda-Bank Hamburg und der Loki Schmidt Stiftung.

 

Visualisierung: Petra Schweim - Johns Website: https://www.gartenbotschafter.info/


Zusammenstellung: (der Inhalt reicht, laut Rieger-Hofmann, für eine Fläche von 1 m²):


 

Agrostemma githago / Kornrade

Mai  - September (mögliche Blütezeit)

Anthemis arvensis / Acker-Hundskamille

Juni  - September

Calendula arvensis / Acker-Ringelblume

Juni - Oktober

Centaurea cyanus / Kornblume

Mai  - August

Consolida regalis / Feld-Rittersporn

Mai  - August

Glebionis segetum / Saat-Wucherblume

Mai  - August

Lithospermum arvense / Acker-Steinsame

April  - Juli

Myosotis arvensis / Acker-Vergissmeinnicht

Juni  - September

Papaver argemone / Sandmohn

Mai  - Juli

Papaver rhoeas / Klatschmohn

Mai  - September

Ranunculus arvensis / Acker-Hahnenfuß

April  - Juli

Silene noctiflora / Acker-Lichtnelke

Juli  - September

Sinapis arvensis / Acker-Senf

Juni  - September

Viola arvensis / Acker-Veilchen

Mai  - September

Campanula rapunculus  / Rapunzel-Glockenblume

Juni  - August

Daucus corota / Wilde Möhre

Juni  - August

Echium vulgare / Gewöhnlicher Natternkopf

Juni  - August

Leucanthemum vulgare / Magerwiesen-Margerite

Juni  - September

Digitalis purpurea / Roter Fingerhut

Juni  - August

 



Bienenfreundliche Wildblumen aufblühen lassen.


Diese Wildblumensaat-Mischung ist eigentlich für kleine Balkonkästen nicht so richtig geeignet. Natürlich wäre grundsätzlich ein größeres Gefäß mit mehr Substrat-Voluminar durchaus denkbar. Warum diese "räumliche" Einschränkung?  Weil hohe / üppige Arten in dieser Zusammenstellung "Hamburg  blüht auf....." vorhanden sind. Die Mischung ist für ca. 1 m² zusammengestellt. Deshalb wurde die Mengenaufteilung von mir halbiert und zur Erleichterung mit Quarzsand ausgesät. Das verwendete Gefäß (Blechwanne) wurde zuvor im Boden mit mehreren Löchern technisch bearbeitet. Eine Dränschichten aus kleineren Tonscherben oder Blähton lässt überschüssiges Gießwasser besser ablaufen. ZUVIEL Wasser kann für diese "Kübel-Natur" puren Stress bedeuten. 


Gefäß oder Garten?


Besser wäre natürlich die Aussaat im Garten, beispielsweise um eine langweilige grüne Rasenfläche mit dieser Wildblumen-Saatmischung "bienenfreundlich" zu bereichern. Dafür ist etwas körperliche Tätigkeit angesagt. Dafür wird mit Spaten und Schaufel die Rasennarbe flach abgehoben. Der Aushub kommt auf den Kompost. Das vorbereitete Saatbeet wir dann mit einem mageren nährstoffarmen Boden aufgefüllt. 

TIPP: Bei schweren oder zur Verschlämmung neigende Böden hat, besteht die Gefahr, dass das Saatgut dadurch verklebt und aufgrund von Sauerstoffmangel nicht keimen kann. 

Ein fachlicher Hinweis von A. Anja Traub (Rieger-Hofmann) zur eigentlichen Aussaat ist: "Im Grunde empfehlen wir bei den Tütchen und auch generell bei den Ansaaten, dass man die erste Einsaat immer nur obenauf (meine Anmerkung: dem Garten- oder Oberboden) durchführt (ohne Einarbeiten) und das Saatgut dann gut andrückt/anwalzt." Hierdurch wird der Kontakt zwischen Saatgut und Boden wesentlich verbessert.

Ein leichtes oberflächliches Einarbeiten der Staat durch z.B. Einharken kann hilfreich sein und vermeidet hochwertige Wildblumensaat als Vogelfutter anzubieten. Eine Aussaat jetzt im Mai sollte vor einer Feuchtigkeitsperiode erfolgen oder man greift - wenn es zu trocken bei der Keimung ist - zur Gießkanne. In den vermutlich sommerlichen heißen Monaten Juni und Juli und im folgenden Hochsommer, ist eine Ansaat nicht mehr empfehlenswert da der Boden wahrscheinlich zu schnell austrocknen wird.