Wo Schatten sind wird auch Licht sein.



Schattige Bereiche im Garten zu bepflanzen ist oft eine planerische aber durchaus lösbare Herausforderung. Warum ist das so? Schatten ist nicht gleich Schatten, weil es einen Halbschatten, lichten Schatten oder Vollschatten gibt. Ja, alles ist möglich. Im Halbschatten scheint die Sonne ungefähr einen halben Tag, lichter Schatten herrscht oft unter den Kronen sehr hoher Bäume. Vollschatten entsteht beispielsweise an Nordwänden oder unter einer dicht belaubten Baumkrone. Und wer bereits bei der Planung geeignete Pflanzen mit unterschiedlichen Wuchsformen und Blättern wählt, schafft damit interessante Kontraste in Textur und Struktur. Was ist das gestalterische Ziel dieser gründlichen Selektion? Mit der richtigen Auswahl an „SCHATTENBOTANIK“ werden die bepflanzten Flächen lebhafter und abwechslungsreicher wirken. Und ein schattiger Bereich bedeutet oft aufmerksamer zu gießen und wirklich sparsam zu düngen. Für alle Schattenpflanzen gilt, dass sie keine Verdunstungssperre haben. Sie brauchen deshalb eine verlässliche Wasserversorgung (wie im Wald). Der schattige Standort schützt die Pflanzen vor starken Temperaturschwankungen.

Eine weitere Voraussetzung für das Gelingen sind die geeigneten Bodenbedürfnisse:

Die meisten Schattenpflanzen sind Waldbewohner. Deswegen wachsen sie am besten in lockeren, humosen, feuchten Böden. Jährliches Mulchen mit Laub tut den Schattenpflanzen gut. Und da gibt es natürlich Möglichkeiten der Veränderung. Mitreichlichen Laubgaben kann man sogar an trockenen Stellen unter Bäumen eine verfügbare humose Schicht erzeugen, in denen schatten- und trockenheitsverträgliche Pflanzen durchaus ihren Lebensraum finden werden. Der Klassiker sind kompakt wachsenden Rhododendron oder Funkien (Hosta), deren Laub größer und bisweilen auch etwas dunkler ist. Auch Farne wie der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) oder der Frauenfarn (Athyrium filix-femina) können das gesamte Erscheinungsbeet mit ihrem lockeren Wuchs attraktiv beleben und den Gesamteindruck wirkungsvoll steigern. Den gleichen Effekt bewirken immer noch trendige Ziergräser. Für den Schatten eignen sich beispielsweise einige Seggen- (Carex) sowie Marbel-Arten (Luzula). Pflanzen für den feuchten Schatten z.B.: Frauenmantel, Prachtspiere, Aukube, Sumpfdotterblume, Rispiger  Scheineller, Farne, Hartriegel, Zaubernuß, Kaukasusefeu, Irischer Efeu, Nieswurz, Funkien, Hortensie, Holunder, Skimmie, Schneeball, Großes Immergrün. Für den eher trockenen Schatten haben sich Günsel, Kupferfelsenbirne, Aukube, Berberitze, Bergenie, Kaukasusvergißmeinnicht, Buchsbaum, Alpenveilchen, Elfenblume, Mandelblättrige Wolfsmilch, Balkanstorchschnabel, Stechpalme, Taubnessel, Mahonie, Duftblüte, Salomonsiegel, Lobeerkirsche, Lungenkraut, Blutjohannisbeere, Schaumblüte, Immergrün oder das Labradorveilchen bestens bewährt.


Schattengarten