Wühlmaus im Garten



Jedes Weibchen bringt jährlich drei- bis viermal sechs bis sieben Junge zur Welt. Nach zwei Monaten können sich auch die Wühlmaus-Youngster ihrerseits bereits vermehren! Sie können daher leicht zur Plage werden, zumal ihre natürlichen Feinde, wie Greifvögel, Waldkauz, Schleiereule, Wiesel oder Iltis besonders in unseren Gärten immer seltener geworden sind. Doch noch einmal zurück zu den aktiven Wühlmäusen, sie fressen mit Vorliebe Wurzelgemüse, Kartoffeln, Blumenzwiebeln und die Wurzeln junger Obstbäume und Ziersträucher.


Was tun? Und womit hat man wirklich Erfolg?


Eigentlich hat fast jeder, schon alles versucht diese Nager loszuwerden. Bleibt da wirklich nur die aktive Hauskatze als "natürliche" Abschreckung? Nur noch einmal zur Erinnerung: Die kleinen Nager können nämlich sehr gut riechen und empfinden oft den Geruch einiger Pflanzen als unangenehm. Gern werden dann von findigen Verkäufer/innen Kaiserkronen, Wolfsmilchgewächse oder Steinklee zur Vergrämung angeboten. Der Erfolg ist jedoch zweifelhaft und nicht gerade die beste Entscheidung für einen produktiven Einsatz. Wer auf frische Zwiebeln, Holunderzweige oder Knoblauchzehen zurückgreift, die in größeren Abständen in die Blumenbeete gesteckt werden, beeinträchtigen die emsigen Tunnelbauer nur marginal - wenn überhaupt. Ähnliche Wirkung haben in die Gänge gelegte Thujazweige, Nußbaumblätter oder Knoblauchzehen sowie eine angesetzte Jauche aus Holunderblättern.

Bevor die Gänge präparieren werden sollten man sich vergewissern, dass er noch benutzt wird: Wird ein Loch im Gang schnell wieder geschlossen, dann ist die Wühlmaus aktiv. Fazit: Allerdings wirken Pflanzendüfte nicht immer, da einige Wühlmäuse nicht gut riechen können. Wühlmäuse sind auch lärmempfindlich. Schräg im Gang eingegrabenen Flaschen erzeugen bei Wind zwar einen unangenehmen Pfeifton. Aber auch darauf pfeifen die Nager. Eine Eisenstange in einem Wühlmausgang, auf die mehrmals täglich eingehämmert wird, macht noch mehr Krach. Einige Wühlmäuse scheinen sich aber an den Großstadtlärm bereits gewöhnt zu haben oder sind von Natur aus schwerhörig, was man grundsätzlich beim Nachbarn nicht ausschließen kann. Fazit: Eine wirklich "behämmerte" Idee.

Es gibt auch spezielle Wühlmaus-Fallen. Sie sollten aber nur mit angezogenen Handschuhen aufgestellt werden, um jede menschliche Geruchsnote zu vermeiden. Schutzsperren, die um die gefährdeten Pflanzen herum eingegraben werden, schaden leider eher den Pflanzen. Und Kunststoffkörbe für Blumenzwiebeln zernagen die Wühlmäuse in einem Arbeitsgang. Von September bis November (oder dann wieder erst von Februar bis April) könnte ein Wühlmaus - Fänger in den hochovalen Gänge aufgestellt werden. (Nach dem Produkt von Neudorff, im Fachhandel fragen) Fallen sind für Anwender und Umwelt deshalb am besten geeignet. Um Maulwürfe zu schonen, empfiehlt sich die Kastenfalle aus Holz oder Kunststoff. Wenn die Gebrauchsanleitung sorgfältig beachtet wird, kann man damit die besten Erfolge erzielen. Mögliche Bekämpfung Begasungsmittel und Giftköder sollte der "Hobbygärtner" nicht mehr anwenden. Weiteres Fazit aller mehr oder weniger humanen Aktionen: Gegen die Wühl-Nager gibt es kein Patentrezept. Erfolgreich kann man sie nur im Schach halten, wenn mehrere Maßnahmen miteinander kombinieren und diese mit den Nachbarn abgesprochen werden. Sonst schlafen die Wühlmäuse in der Nachbarschaft und unternehmen Schlemmerausflüge in den eigenen Garten. Der bekannte Pflanzenarzt® Rene Wadas hat folgende Tipps: Sind Wühlmäuse in Ihrem Garten unterwegs, hilft häufig eine Wasser-Molkemischung, die in die Gänge des Nagers gespritzt wird – je mehr, desto besser, am besten einmal pro Woche. Grundsätzlich gilt: Alles, was stinkt, mögen Wühlmäuse nicht. René verwendet auch gern die Knolle einer Gartengloxinie. Die Pflanze blüht prächtig, stinkt jedoch unterirdisch und hält - so der Pflanzenarzt® - Mäuse ab.