Im Herbst an den Frühling denken

Maulwurffreier Bereich - Insel-Botanik
Maulwurffreier Bereich - Insel-Botanik

Im Herbst, ist Pflanzzeit für frühblühende

Zwiebeln und Knollen. Am besten werden sie in Gruppen gepflanzt, weil sie dann

besonders effektvoll sind. Am besten pflanzt man die Tulpenzwiebeln an einen

sonnigen Standort und durchlässigen Boden. Faustregel: Über die Zwiebelspitze

2x soviel Erde wie die Zwiebel hoch ist. Nach dem Pflanzen gut angießen, damit

die Zwiebeln bewurzeln.Tulpen können eigentlich jahrelang am selben Platz

verbleiben. Etwas „Nahrung“ (50g/qm eines Mehrnährstoffdüngers) während des

Blattaustriebs und der Frühling kann kommen. Nach dem Blühen schneidet man nur die gewelkten Blüte ab, damit die Tulpen keine Kraft mit der Fruchtbildung verliert. Das noch grüne Blattwerk versorgt die Zwiebel, damit sie für das nächste Jahr zum Blühen vorbereitet ist. So einfach blüht der Frühling


Die ersten Monate des Jahres gehören in unseren Breitengraden zu den kältesten. Doch langsam beendet die Natur ihren Winterschlaf. Im Blumenfachhandel hat der Frühling schon Einzug gehalten - mit Anemonen, Tulpen, Hyazinthen und Narzissen, den vielen kleinen wie

Tausendschön, Scilla, Perlhyazinthen oder Stiefmütterchen sowie vorgetriebenen zarten Blütenzweigen. Unter-Glas-Kulturen aus der Region machen es möglich, dass der bunte, dufte Lenz lange vor dem offiziellen Frühlingsanfang Farbe zeigt. Leuchtendes Gelb, sanftes Rosé, träumerisches Blau, warmes Apricot, samtiges Creme oder zartes Violett gepaart mit aromatischen Düften sind gerade dann natürliche Muntermacher, wenn die "Quecksilber"säule des

Thermometers nicht so richtig steigen will. Das ist auch gut so für die versteckte Natur im Gartenboden. Kälte im Garten sorgt dafür, dass Zwiebelblüher überhaupt austreiben und blühen können. Nicht anders bekommen Gärtner und Gärtnerinnen den Frühling in den Griff. Kälte und Wärme lassen Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen und Co rechtzeitiger erblühen. Frühlingsblüher im Topf können trotz der verfrühten Blütezeit, so ab März, auf Balkonen, Terrassen und Gärten in Kübeln, Schalen, Kästen oder Beeten weiterwachsen. Im kommenden Jahr blühen die meisten Zwiebel- und Knollengewächse wieder - dann allerdings zu ihrer"normalen" Vegetationszeit im Freien.


Der diesjährige Vorfrühling in der Natur zeigt sich zart und weiß, vereinzelt oder flächendeckend sprießende Schneeglöckchen in den Gärten läuten das neue Vegetationsjahr ein. Wenn sich Salweidenblüten und zartes Grün an Stachelbeeren zeigen, wird es Zeit für die ersten Arbeiten im Garten. Es ist endlich der „echte“ Frühling da - und es kribbelt unaufhörlich in den Fingern -  die jetzt die Gartengeräte, die inzwischen eingerostet sind und die Gartenschere, die leise quietscht, einsetzen möchten. Für zauberhafte Frühlingsstimmung sorgen auch Klassiker wie Stiefmütterchen, deren ausdrucksstarke Blüten und Farbenvielfalt beeindrucken.

Schon ein kurzer Blick auf die bunte Blütenpracht lässt an laue Frühlingslüfte denken. Oder die Romantischen unter den Frühlingsblühern, die ihre eigene Sprache sprechen. Das blaue oder jungfräulich weiße Myosotis sagt: "Vergieß mich nicht" laden zu einen zärtlichen Tete-á-Tete ein. Und die zarten Bellis, verraten "Ich bin ganz verliebt in Dich". Sprachlos

ist man schnell, wenn sich die "jahresbeginnende" Natur nicht kalendarisch verhält. Es gibt  viele Gründe dafür, dass sich Frühlingsblüher früher als kalendarisch geplant schon zeigen

wollen. Ein Grund dafür könnte ein zu früh gewählter Pflanzzeitpunkt im vergangenen Jahr sein. Ein weiterer liegt in der Natur der Zwiebel- und der Knollenblüher selbst. 


Der feuchte Herbst im letzten Jahr regte zum Wachsen an. Da wurden nicht nur die ersten Wurzeln gebildet, sondern auch ein zartes Grün schob sich vorsichtig aus dem Boden. Wenn frostige Zeiten angesagt sind, beschützen einige Fichtenzweige den zart sprießenden Frühling vor zu starker Verdunstung und Verbrennung durch die langersehnte Sonne. Kaum treffen die ersten Sonnenstrahlen auf den kalten, noch müden Boden, spielen nicht nur wir Menschen, sondern auch die ersten Bienen, Maulwürfe und Wühlmäuse "verrückt". Es tut sich was auf und in der Erde. Das schmale Grün der Narzissen schiebt sich unaufhörlich aus der noch frierenden Erdkruste. Wenn diese erst ihre Farbe zeigen, dann geht im gärtnerischen Herz die Sonne auf. Das war schon immer so. Narzissen wurden bereits in den Palastanlagen türkischer Sultane gepflanzt und gezüchtet. Wer nur gelbe Osterglocken kennt, wird staunen, wenn großkronige Schalennarzissen wie die mittelgelbe 'Carlton' und die cremeweißen 'Ice Follies', gefüllte Sorten wie 'Cheerfulness' und 'Dick Wilden', Alpenveilchen - blütige, kleinkronige Tellernarzissen, Jonquillen, Tazettenund Dichternarzissen blühen. Ihre Kronenvariieren von orange- bis aprikosenfarben, von tiefrot bis leuchtendrot oder weiß mit leuchtendem Auge. Der blühende Frühling sollte so lange wie möglich genossen werden. Oft werden Frühlingsblüher zu früh abgemäht oder runter geschnitten. Für viele Menschen gelten Krokusse, Schneeglöckchen, Märzenbecher oder Blausternchen nur solange sie in voller Blüte stehen, als schmückende Zierde. Der schnelle Griff zur Schere macht jedoch wenig Sinn. Im verblühten Zustand benötigen besonders Frühlingsblüher noch etwas Zeit, bis sie in den Zwiebeln wieder genügend Nährstoffe für den nächstjährigen Blütenzauber gesammelt haben. Erst, wenn das Zwiebellaub verwelkt ist, beginnt der langanhaltende Sommer.