Ein Meter für Bienen (Husum)


Ein Meter für Bienen (Petra Blume)
Ein Meter für Bienen (Petra Blume)

Visualisierung: Petra Schweim

Was passiert

Petra Blume "Wir trafen uns gestern mit unserem Gartenbotschafter John Harald Langley und dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft Gewerbegebiet Ost (IGO) Ole Singelmann, um die beiden Standorte, die uns die Stadt Husum zur Verfügung für die Bepflanzung stellen möchte, in Augenschein zu nehmen. Hier sollen mit unserer Hilfe Bienenweiden und Augenweiden entstehen. Nun gilt es noch ein paar organisatorische Dinge zu klären, aber bald hoffen wir auf eure Mitwirkung, damit die Flächen für Insekten und Menschen zu echten Hinguckern werden." 



Aus der Bibliothek von Petra Schweim

Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co



Wieso brauchen wir mehr „bienenfreundliche Gärten“?


Grünflächen in der Stadt oder private Gärten sind heutzutage häufig so gestaltet, dass sie

das menschliche Auge erfreuen sollen, also auf die Ästhetik ausgerichtet sind. Was für Bienen, aber auch für andere Lebewesen interessant ist, wird nicht berücksichtigt. Da Lebensräume und Nahrungsangebot für Bienen immer weniger werden, werden nicht nur bienenfreundliche Gärten, sondern auch öffentlicher Raum immer wichtiger, die ganzjährig ein Nahrungsangebot und Nistplätze bieten.


Incha Von Roenn findet immer die richtigen Worte.


Meine liebe Honigbiene, heute Morgen habe ich beim Frühstück an dich gedacht. Ich schaute voller Dankbarkeit auf einen reich gedeckten Tisch. Da kam mir in den Sinn, was für eine Leistung hier von dir vollbracht wurde. Viel zu wenig sind wir uns im letzten Sommer begegnet. Das hat z.B. viele nachdenklich und verantwortungsbewusste Menschen auf den Plan gebracht.  

Im Rahmen einer Aktion der Loki Schmidt-Stiftung mit ihrem Botschafter John Langley wurden dann kostenlos Blumensamen verteilt. Jeder Mensch sollte mit ihm dazu beitragen, eine wunderschöne FUTTERWIESE zu bereiten, um auch ganz besonders dich, meine liebe Biene, zu erfreuen.

Oh wie groß war unsere Begeisterung dann, als diese Wiese endlich von dir angesteuert wurde. Nun war es wirklich an der Zeit, dich mal besser kennenzulernen, z.B. deinen wundervollen Körper.

Ich wusste gar nicht, dass er  über so viele Muskeln verfügt, die dich dann mit ihrer Vibration auf eine Körpertemperatur auf 25 - 30 Grad bringen können, damit du den Winter überstehen kannst (ein Winterschlaf kommt ja für dich nicht in Frage).

So erwärmst du dann auch schließlich mollig warm deinen Bienenstock. Wenn dann das RESTAURANT irgendwann geschlossen ist, gibt die Blume dir entsprechende Information, z.B. durch hängende Blüten oder herabfallende Blätter, damit du dir die Mühe sparen kannst, die Blüten erneut anzufliegen und zu untersuchen.

Fleißig erzeugst du Honig und Wachs, mit dem die Waben gebaut werden (In einer Wabe hängen oft mehr als fünf Pfund Honig). Aber auch du hast einen besonderen großen Feind in der natürlichen Tierwelt. Es handelt sich um die Hornisse. Hat eine Hornisse einmal deinen Bienenstock ausfindig gemacht, holt sie Verstärkung. So könnten in kürzester Zeit 100derte von euch vernichtet werden. Um das zu verhindern bildest du mit deinen Artgenossen dann eine riesige Traube um diese Hornisse. Und nun kommt wieder diese große Begabung zum Tragen, durch Vibration der Muskeln Wärme zu erzeugen; japanische Bienen schaffen es sogar auf eine Temperatur von 50 Grad Celsius.

So findet die Hornisse dann ihren sicheren Tod und kann keine Verstärkung mehr anfordern. Dieses alles schaffst du, liebe Biene, durch eine starke Gemeinschaft.

Auch wir Menschen stehen nun als starke Gemeinschaft hinter dir, da wir dich aus ganzem Herzen lieben und  behalten möchten. Du trägst schließlich maßgeblich zu unserer Lebensqualität bei.

 

1/3 unserer Nahrungsmittel wachsen nur, weil sie von dir und deinen Artgenossen bestäubt werden. Nur durch eure fleißige Arbeit verfügen wir über eine große Vielfalt in unserer Ernährung (Honig, Wurst, Käse etc.). Honigbienen tragen Schätzungen zufolge 80% (bei Obstbäumen sogar 90%) zur Bestäubung unsere Pflanzenwelt, gemäß  BEE CAREFUL  (eine Initiative der Schwartauer Werke) bei.

Das waren meine Gedanken heute mit großer Dankbarkeit an meinem NOCH prall gefüllten Frühstückstisch.

Incha