Foto: Andreas Bock - Frühling auf der igs2013 in Wilhelmsburg
Foto: Andreas Bock - Frühling auf der igs2013 in Wilhelmsburg


Foto: Jürgen Müller, Bargteheide - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Jürgen Müller, Bargteheide - Gartenbotschafter John Langley®





Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - "Begreifen durch Anfassen" - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - "Begreifen durch Anfassen" - Gartenbotschafter John Langley®

Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - "Ich habe Rücken" - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - "Ich habe Rücken" - Gartenbotschafter John Langley®

Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - „Hohlkreuz & Kreuzkraut meiden“ - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - „Hohlkreuz & Kreuzkraut meiden“ - Gartenbotschafter John Langley®

Foto: Ulrike Schacht - „Lange Stiele sorgen für kurze Kraftaufwendung“ - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Ulrike Schacht - „Lange Stiele sorgen für kurze Kraftaufwendung“ - Gartenbotschafter John Langley®

Grafik: - Quelle: www.gartenakademie.rlp.de
Grafik - Quelle: www.gartenakademie.rlp.de

Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - „Tätig sein ohne ständig zu Arbeiten“ - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - „Tätig sein ohne ständig zu Arbeiten“ - Gartenbotschafter John Langley®

Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - "Ein Hoch auf die Hochbeete“ - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - "Ein Hoch auf die Hochbeete“ - Gartenbotschafter John Langley®

Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - „Wer zu schwer trägt, muss viel ertragen“ - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - „Wer zu schwer trägt, muss viel ertragen“ - Gartenbotschafter John Langley®

Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - "Entspannt sein vor unnötigen Verspannungen" - Gartenbotschafter John Langley®
Foto: Petra Schweim (Appelbarg) - "Entspannt sein vor unnötigen Verspannungen" - Gartenbotschafter John Langley®


Garten 2.0


Das eigene Grün genießen, aber ohne sich zu stressen. Diese Maxime vertritt der bekannte Gartenexperte John Langley. Er verrät, warum in der Erde Buddeln glücklich macht, wie Gärtnern sich in Zeiten von Corona verändert hat und weshalb es keine Rolle spielt, was die Nachbarn über einen denken. Wir dürfen als Gärtner durchaus auch mal in den Streik treten und sagen: Nein, heute mache ich mal nix. Und genau das ist im Garten überhaupt kein Problem, der Garten ist schließlich zur Erholung da. John Langley lacht, als er für ein entspanntes Gardening wirbt. Nicht jeder will oder kann sich in seinem Garten so intensiv »krumm« machen. Und da darf es auch egal sein, was die Nachbarn denken, wenn man auf der Gartenbank alle fünfe gerade sein lässt.

 

Gute Laune und Gelassenheit. Ein klassischer Strohhut und der hell gewordene Rauschebart. An seinen äußerlichen Markenzeichen erkennt man John Langley sofort. Mit elf Jahren brachte ihn bereits die Biologielehrerin und Kanzlergattin Loki Schmidt auf den grünen Daumen. Später sieht man den gelernten Gärtner und Florist immer wieder im Fernsehen oder kürzlich auf einer Videokonferenz für Journalisten.

 

Zwei Drittel aller Deutschen jäten, graben und harken, ein Drittel sogar häufig. Da freut man sich über jeden Tipp – auch wenn es mal um das Nichtstun im Grünen geht. Und dafür gibt es gute Gründe. Wer nur allein Blumen und Pflanzen anschaut – spürt zusammen mit den Naturgeräuschen – bereits Entspannung pur. Gärtnern erdet. Bereits einige intensive Minuten in der Natur senkt unseren Stresslevel signifikant, wie Umweltwissenschaftler der University of Michigan in einer Studie herausfanden, berichtet der gebürtige Hamburger. »Wir bewegen uns nicht nur im Grünen, sondern lüften dabei auch unsere Gedanken. Und wer abwechslungsreich motiviert gärtnert, sorgt für körperliche Entspannung. Gärtnern ›erdet‹ uns und sorgt dafür, dass wir uns auf hier und jetzt mit der Natur akklimatisieren. Wie gut Grün tut, zeige sich auch in der Corona-Pandemie. Nie war der Wunsch nach einem eigenen Stückchen Grün in der Stadt größer als in Corona-Zeiten.

 

Selbst die eigene Fensterbank wurde zum laufenden Meter Dschungel gestaltet, freut sich der ich Husum lebende Gartenexperte. Es ist mehr als nur ein Trend, bewusstere, gärtnerische Kulturtechniken zu entdecken oder im Zusammenhang mit Urban Gardening eigenes Obst und Gemüse anzubauen. Ordnung und Unordnung Philosophen behaupten, dass sich die Seele in Gärten widerspiegelt. Als individuelle Lebensräume verstehen Trendforscher diesen Ort der modernen Entschleunigung. Genau dazwischen liegen für Langley Millionen undefinierter »Grüne Lungen« in ihrer unerschöpflichen, abwechslungsreichen Facettenvielfalt. Damit sich nicht nur der Homo sapiens zwischen Rosen und Rasen so völlig aufblüht und wohlfühlt, werden diese Paradiese mitwachsendem Interesse natürlicher belebt und vor allem erlebt.

 

Immer mehr Freizeitbotaniker wandeln ihr naturbelassenes Paradies in einen lebendigen Lebensraum. Sie suchen nach kreativen Impulsen und praktikablen Gartentipps. Oft mit dem Ziel, einen pflegeleichten Garten zu bekommen. »Ja,das funktioniert tatsächlich«, bestätigt Landley. »Wer die Mutter Natur mal wachsen lässt, ist grundsätzlich bereit für Veränderung. Es ist im Grunde genommen ein Paradigmenwechsel notwendig, damit Ordnung nicht unkontrolliert zur Unordnung wird. Vielmehr basiert diese Entscheidung auf eine persönliche Bereitschaft, sich intensiver mit der Natur zu arrangieren.«

 

Nicht grübeln Langleys Credo: Wer gärtnert, grübelt nicht. »Zu säen, zupflanzen und mit den Händen in der Erde zu wühlen hat in der Tat meditativen‹ Charakter. Wenn wir kleine grüne Setzlinge quasi in neu angelegten Beeten versenken, den frischen Duft von geschnittenem Gras und Kräuternschnuppern oder selbst gepflückte Erdbeeren naschen, löst sich nachweisbar Hektik und Sorgen schnell in Wohlgefallen auf.

 

Peter Erik Felzer Tipps für gesundes Gärtnern!

 

Um Rückenschmerzen zu vermeiden gilt: soweit wie möglich auf eine gerade Rückenhaltung achten. Aufrechte Tätigkeiten fallen wesentlich leichter, wenn man beim Fegen, Harken und eventuell Graben eine Schrittstellung wählt, die unsere Knie in eine leichtgebeugte Stellung bringen ist der Stiel von Gartengeräten zu kurz, meldet sich schnell der Rücken. Zwischendurch immer wieder die Tätigkeit unterbrechen, ausspannen und sich strecken.

Ein leichtes Dehnen und aus der Hüfte drehen lockert die Muskulatur.

Regelmäßige Pausen auf einer Liege sind keine Faulheit, sondern sorgen für weitere Mobilität der Rückenmuskeln und natürliche Entlastung der Bandscheibe.

Leichte Schmerzen lassen sich gut mit rezeptfreierhältlichen Medikamenten aus der Apotheke behandeln.

Es bieten sich etwa Gele und Salben mit dem Wirkstoff Diclofenac oder Ibuprofen an.

 

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte 15.04.2021