Projekt Naturgarten 'Appelbarg'


Philosophen behaupten unsere Gärten sind Spiegelbilder der Seele. Als individuelle Lebensräume, verstehen Trendforscher diesen Ort der der modernen Entschleunigung. Und genau dazwischen liegen Millionen undefinierter

Gärten in ihrer unerschöpflichen Fassettenvielfalt. Damit man sich zwischen Rosen und Rasen so richtig wohlfühlt, müssen natürlich diese Paradiese „belebt“ und vor allem „erlebt“ werden. Verständlich, dass immer mehr Freizeitbotaniker ihr natürliches Paradies als lebendigen Lebensraum entdecken und deshalb unermüdlich auf der Suche nach kreativen Impulsen und praktikablen Gartentipps sind. Oft mit dem Ziel, einen besonders pflegeleichten Garten zu bekommen. Obwohl in unserer Gesellschaft (manchmal sind es auch die mehr oder weniger lieben Gartennachbaren) „organisierte Faulheit“ als eine nicht erstrebenswerte Eigenschaft angesehen. 


Ernte gut - ALLES GUT - Linda perfekt



Lecker & gesund



Gärtnern beginnt NATÜRLICH im Kopf



Totholz lebt


Der Begriff “Totholz„ ist eigentlich völlig paradox. Von “tot„ kann hier beim besten Willen keine Rede sein, noch mehr Leben kann man fast nicht in ein Biotop zwängen. Wohin man auch blickt, überall stößt man auf eine schier grenzenlose Artenfülle. Hier tummeln sich 1500 Pilzarten, 1400 Käferarten, über 500 Fliegen- und Mückenarten, 30 Ameisenarten, solitäre Wildbienen und Wespen, Moose, Flechten und zahllose weitere Arten.

 Gartenbotschafter John Langley®


Knick sollte auch mal geknickt werden



Wächst  im  Knick des Naturgartens "Appelbarg"


  • Gemeine Heckenrose, Hundsrose - Hagebutte  (Rosa canina)
  • Fliederbeere / Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa)
  • Pfaffenhütchen / Gemeiner Spindelbaum (Euonymus europaeus)
  • Eingriffeliger Weißdorn (Crataegus monogyna)
  • Gemeine Hasel (Corylus avellana)
  • Feld-Ulme (Ulmus minor)
  • Hainbuche (Carpinus betulus)
  • Bocksdornartiger Kreuzdorn (Rhamnus lycioides)
  • Gelber Hartriegel / Kornelkirsche (Cornus mas)
  • Vogelbeere / Eberesche 'Fingerprint' (Sorbus aucuparia)
  • Faulbaum / Pulverholz (Rhamnus frangula)
  • Speierling (Sorbus domestica).

Alle 10 - 15 Jahre sollen Knicks "auf den Stock gesetzt" oder "geknickt", d.h. die Stockausschläge tief unten abgesägt werden. Knickpflegemaßnahmen nur in den bundes- und landesrechtlich vorgeschriebenen Fristen vom 1. Oktober bis 28. Februar durchführen (Schutz der Brutvögel)Als "Stock" wird der Wurzelstubben bezeichnet, "Stockausschläge" nennt man die Schösslinge, die in der letzten Knickperiode gewachsen sind. Nach dem Schnitt treiben die Gehölze an den Stubben wieder aus, wachsen dicht hoch und können so ihre Funktionen als Windbremse, Brutplatz für Vögel und Nahrungsquelle für viele Tierarten erneut erfüllen. Mindestens ein, möglichst aber zwei bis vier Meter breite Saumstreifen anlegen und diese alle 3 bis 5 Jahre mähen.

Quelle: NABU Schleswig-Holstein 


Der Juni blüht im Naturgarten